Destruktive Routinedenkmäler einreißen

„Wenn Sie tun, was Sie immer tun, dann erhalten Sie das, was Sie immer schon bekommen haben; keinesfalls mehr oder Besseres.“

Dieses Mal eine Anregung für die Führungskräfte unter Ihnen, welche über die Maßen mit Gedankenblockierern,  Neinsagern, Veränderungsskeptikern und Komfortzonen-Pflegern zu tun haben. Und deren negativer Zustimmung:
„Ja, aber …“

Es kann schon sehr ermüdend sein, wenn im Rahmen eines Kreativ-Meetings, einer zukunftsweisenden Veranstaltung, einer Zielvereinbarung  oder eines motivierenden Mitarbeitergespräches bei allem, was Sie vorschlagen oder ins Gespräch bringen, sofort Mauern oder Zäune hochgezogen werden.
Hier gibt es zwei Vorgehensweisen, man könnte auch von Strategien sprechen, die von (un-)interessierter Seite gerne angewandt werden: Die offensive oder die defensive Abwehr von Veränderungen.

Die Offensive wird meist im „Rudel“ angewandt und kommt als sofort ausgesprochene Ablehnung Einzelner oder Mehrerer daher: „Das hat ja noch nie …“, „Haben wir schon alles …“, „Bei dem geht das nicht“ oder „Da fehlen uns noch Studien / Erfahrungen / Beweise o.ä.“. Oft wird sich dabei gegenseitig hoch geschaukelt. Das Positive daran ist, dass man es sofort merkt.
Die Defensive wird meist im Einzelgespräch gepflegt und zeigt sich durch sogenannte Komfortzonenaussagen wie: „Ich versuche es“, „Wenn ich Zeit habe“, „Später“, „bei Gelegenheit“, eventuell, möglicherweise und eigentlich“ oder dem Vermeiden von zeitlichen Festlegungen. Das Schlechte daran ist, dass Sie die Flucht in die Komfort- oder Sicherheitszone nicht gleich merken, wenn Sie nicht genau zuhören.

So könnten Sie vorgehen, wenn Sie kompetent und energieschonender zum Ziel führen wollen:

  1. Sie bleiben ruhig, besonnen und professionell entspannt …
    • … auch wenn Ihr Adrenalinspiegel steigt
  2.  Sie sind vorbereitet und führen durch Fragen:
    • „Wie es nicht geht haben wir jetzt gehört / wissen wir nun. Hat jemand einen Vorschlag, wie wir unser Ziel erreichen / wie es funktionieren kann?“
    • „Danke für Ihren wichtigen Beitrag. Ich verstehe Sie, weiß aber immer noch nicht, wie wir/Sie zum Ziel kommen.“
    • In welche konkreten Art und Weise haben Sie es selbst schon erlebt, dass es nicht funktioniert / geht / anwendbar ist?“
    • „Wie oft haben Sie es bei wem schon versucht? Wann genau?“
    • „Und nun?“ (schweigend durchhalten!)
    • „Gerne unterhalte ich mich weiter über mögliche Hindernisse. Wer könnte denn eine Brücke bauen?“
    • „Was haben wir, um es zu meistern / zu schaffen / zu erreichen?“
    • „Gibt es einen Grund (für Sie), sich nicht festzulegen?“ „Was hindert Sie / uns?“
    • „Was verlieren wir, wenn wir nichts tun? Was bekommen wir, wenn wir handeln?“
  3. Sie gehen keinesfalls ohne Vereinbarung oder Festlegung des/-r nächsten Schritte/-s auseinander …
    • … weil Sie die scheinbar eingesparte Zeit sowieso zu einer weiteren Runde zwingt.
    • … weil Sie führen und nicht nachlaufen.

Diese Vorgehensweise können Sie selbstverständlich immer anwenden, wenn destruktive Menschen alles schlechtreden und -machen, was sie meist selbst noch nie ausprobiert haben.
Haben Sie Verständnis für Ängste und Bedenken, beugen Sie sich aber diesen nicht. Brechen Sie Lamento-Diskussionen rechtzeitig ab.
Machen Sie Mut durch Vorbild sein, die richtigen Fragen, eine positive Ausstrahlung und gegebenenfalls einem Hilfsangebot zur ersten Unterstützung.

Ein passendes Zitat von Winston Churchill hierzu:
„Manche Menschen sehen bei jeder Gelegenheit / Chance die Schwierigkeit, und andere nehmen bei jeder Schwierigkeit die Gelegenheit / Chance wahr.“

Fördern Sie bei Ihren Mitarbeitern das Chancendenken!

Frohes, gesundes und erfolgreiches Schaffen wünscht Ihnen
Ihr Spezialist für das „Eigentlich“

Peter Saulus

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