„Ich doch nicht“ ist kein happy life concept …

… auch wenn manche das glauben.

Diesmal ein FührungsTipp der dafür sorgen soll, dass in Ihrem Verantwortungsbereich Schuldzuweisungen abnehmen und die Selbstverantwortung Ihrer Mitarbeiter gefördert wird:
“Immer sind es die Anderen!”

Müssen Sie als Führungskraft auch mit der täglichen Erfahrung leben, dass sich Mitarbeiter durch den Fingerzeig auf Andere aus ihrer Verantwortung stehlen.
Kostet es Sie Zeit und Nerven, dass solche Mitarbeiter sich nie als Teil des Problems erkennen bzw. sehen wollen?
Verhindern Rechtfertigungsorgien und „der-die-das-sind schuld“-Vorwürfe den Weg zur Lösung problematischer oder ungewollter Situationen?

Woher kommt es, wenn Menschen dazu neigen, sich nicht als Teil des Problems zu erkennen? Neben der Angst sich zu blamieren und/oder Anerkennung zu verlieren, folgen Schuldzuweiser einem Bequemlichkeitsprinzip: „Wenn ich nicht Beteiligter bin, dann brauche ich auch nichts zu tun. Weder nachzudenken noch zu handeln“.
Viele Menschen haben aber auch schlichtweg nicht gelernt, zu eigenen Fehlern zu stehen und kennen das Wort “Entschuldigung” nicht.

Wenn Führungskräfte diese Flucht in die Komfortzone nicht bemerken,sich womöglich gar die Lösungsarbeit zu eigen machen, dann ist es nicht verwunderlich, dass Mitarbeiter das nutzen. Besser gesagt ausnutzen.

Vorausgesetzt, Führungskräfte erkennen den Weg des Mitarbeiters in die Komfortzone, können sie diesen Schuldzuweisungs-Trend stoppen und umkehren:

  1. Seien Sie aufmerksam genug, wenn Verantwortung in die Komfortzone verlagert werden soll.
  2. Reagieren Sie sofort und gehen Sie als Führungskraft nicht selbst in der Komfortzone.
  3.  Wie sich Verkäufer auf Einwände vorbereiten, so sollten Sie auf Schuldzuweisungen vorbereitet sein:
    • „Was haben wir vereinbart?“
    • „Welche Aufgabe war die Ihre?“
    • „Was haben Sie getan bzw. nicht getan?“
    • „Wie wäre das Ergebnis, wenn Sie …..?“
    • „Was können Sie verändern?“ (das Verhalten von Dritten oder das eigene?)
    • Wie soll es laufen, wenn wir in Zukunft Vereinbarungen treffen?“
  4. Treffen Sie unbedingt klare Vereinbarungen. Weisen Sie bei Wiederholung auf mögliche Konsequenzen hin.
  5. Bestätigen Sie derlei Gespräche mit kurzen Zeilen schriftlich´
  6. Sie treffen in Zukunft messbare, terminierte und konkrete Vereinbarungen: „Was soll bis wann erreicht sein?“
    •  Wenn Sie in Ihren Vereinbarungen unklar bleiben wie: „Machen Sie mal“, „Das muss besser werden“, „Da erwarte ich mir mehr“ oder ähnliches, dann eröffnen Sie Ihren Mitarbeitern alle Wege in die Komfortzone.

Übrigens, nicht nur Mitarbeiter zeigen mit dem Finger gerne auf Andere. Oft genug lernen sie das von ihren vorgesetzten “Vorbildern”!
Aber auch innerhalb von Familien und Beziehungen soll es gelegentlich vorkommen, dass jeder jedem seine “Schuld” um die Ohren haut.

Ein weiser Mensch hat schon beizeiten erkannt:
“Fehler bei anderen zu suchen, lenkt nur davon ab, seine Eigenen zu finden.”

Frohes, gesundes und erfolgreiches Schaffen wünscht Ihnen
Ihr Spezialist für das “Eigentlich”

Peter Saulus

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